Der Ölpreis ist an allem Schuld …


von Andreas Kratzer

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Ab 1. Januar steigen einige Lebensmittelpreis auch bei uns. Das Diagramm in der Einleitung des Artikels zeigt sehr deutlich, welche extremen Preisausschläge im Moment das „Leitprodukt“ der Landwirtschaft, der Weizen vollzieht. Der Preis des Weizens hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt. Zum Vergleich, in den zurückliegenden zehn Jahren ist er nahezu konstant geblieben.

Ich könnte ihnen jetzt erklären, welche Gründe diese Preisrally hat. Doch hier spielen so viele Dinge eine Rolle (Weltwirtschaftswachstum, Ölpreis, Spekulation, Klimaveränderung usw) dass es sicherlich nicht einfach ist, hier in ein paar Sätzen Licht ins Dunkle zu bringen. Sie finden aber ausführliche Information im Internet. Lesen Sie dazu einen Artikel aus der Welt am Sonntag.

Doch welche Auswirkungen hat diese Achterbahnfahrt für die Eierpreise im eishop? Das ist das, was Sie als Leser hier interessiert. Man könnte meinen, wenn man sein Futter selbst anbaut, ist man von dieser Preisentwicklung unabhängig. Doch diese Tatsache federt zwar die extremen Ausschläge etwas ab, ausgleichen kann man es aber nicht.

Nehmen wir uns einfach den Eierpreis genauer unter die Lupe. Welche Kosten spielen für das Endprodukt Ei eine Rolle? Der größte Posten ist das Futter, dann kommt die Junghenne. Diese beiden Kostenstellen machen 75% der Produktionskosten für ein Ei aus. Obwohl wir unser Getreide selbst anbauen, sind auch hier die Produktionskosten extrem in die Höhe geklettert. Dies hat auch einen direkten Zusammenhang mit dem hohen Ölpreis.

Da die Hühner auch Eiweiß (Rohprotein) für eine ausgeglichene Futterration benötigen, sind wir auch auf den Sojapreis angewiesen. Dieser Preis ist im Moment dabei zu explodieren. Alles in Allem hat sich bei uns der Futterpreis um 82 % gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Bei den Junghennen sieht es genauso aus. Der Preis von einer Junghenne steht in direktem Zusammenhang mit dem Getreidepreis. Doch ich glaube anhand dieses Beispiels sehen Sie, wie kompliziert und verstrickt diese ganze Sache ist. Das Gleiche könnte ich Ihnen jetzt bei unseren Nudeln und beim Mehl vorrechnen.

Doch wer sind die Profiteure von diesem Boom? Dies muss man sehr differenziert betrachten, da es von Betrieb zu Betrieb sehr unterschiedliche Auswirkungen hat. Doch die große Getreidebauern in der Welt (Osteuropa, Brasilien, Nordamerika) haben sicherlich einen Vorteil von dieser Entwicklung. Genauso wie Landbesitzer, Ölscheichs und der vorgelagerte Bereich der Landwirtschaft (Düngerproduzenten, Landtechnikindustrie, Chemieriesen) Dies kann man an den stetig steigenden Aktienkursen beobachten.

Wenn Sie noch weitere Informationen zu dieser Entwicklung benötigen, dann schreiben Sie mir einfach. Ich freue mich auf eine angeregte Diskussion

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