Erntebilanz


von Andreas Kratzer

Unsere Getreideernte ist nun auch abgeschlossen. Wir bauen auf unserem Betrieb 6 ha Weizen und 4,6 ha Triticale an. Weizen ist den meisten bekannt, doch Triticale ist eine sehr unbekannte Getreideart. Um eine gesunde Fruchtfolge einhalten zu können bauen wir zwei verschiedene Getreidearten an. Triticale ist eine Kreuzung aus Weizen und Roggen. Dieses Getreide verbindet die guten Eigenschaften von Weizen (hoher Ertrag, kurzes Stroh) mit den Vorteilen des Roggen (verträgt raues Klima, stellt weniger Ansprüche an den Boden).

Dieses Jahr war für uns eine ausgesprochen gute Ernte
Sah es im Frühling noch so aus, wie wenn unser gesamtes Getreide vertrocknen würde, kam der Regen noch gerade rechzeitig. Für einige Getreidearten, wie die Sommergerste kam das Wasser zu spät. Diese blieben weit hinter den Ertragserwartungen zurück. Auf unserem Betrieb wird fast das gesamte Getreide an unsere Hühner verfüttert.

Doch in diesem Jahr konnten wir soviel ernten, dass es in unseren Silos nicht Platz hatte. Wir fuhren den überschüssigen Weizen nach Friedberg in die Mühle der Familie Ziegenaus. Diese macht daraus Mehl. Ob gerade unser Weizen in dem Mehl enthalten ist, den wir in unserem Laden verkaufen, ist eher unwahrscheinlich, doch die Bennomühle wie sie auch genannt wird, ist eine kleine lokale Mühle die ein ausgezeichnetes Mehl herstellt. Sie bezieht sie die Rohstoffe aus der unmittelbaren Umgebung von Friedberg.

Die Ernte an sich, läuft bei uns sehr problemlos ab. Wir sind mit unserem Betrieb Mitglied der Gablinger Maschinengemeinschaft. Die die Ernte mit einem großen Mähdrescher für uns übernimmt. Wenn die Felder abgeerntet sind, wird Hühnermist auf das Feld gefahren. Um Nährstoffverluste zu verhindern, wartet ein anderer Schlepper mit einer Scheibenegge um den organischen Dünger gleich einzuarbeiten. So ist das Feld wieder hergerichtet um die nächste Frucht (Triticale oder “Senf zu Bodenverbesserung”) anzubauen.

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