Viktus III: Nur einer kann gewinnen …
von Andreas Kratzer

Die Reise nach Berlin liegt hinter mir. Ich bin wieder zurück und habe den ganzen Kopf voller Eindrücke. Eines mal vorweg. Ich habe den Unternehmerpreis der CMA (Viktus) gewonnen.
Auf dem Weg nach Berlin war ich noch sehr optimistisch, dass ich diesen Preis gewinnen werde und bereitete schon eine kleine Rede vor. Doch als die Nominierung begann, und ich meine Konkurrenz kennen lernte, legte ich die Hoffnung auf einen Sieg endgültig zu den „Akten“. Die Nominierung begann mit einer Vorstellung der letzten drei Kandidaten durch einen kleinen Film. Unter anderem waren noch im Rennen: Edeka Südwest, Biocompany aus Berlin und ich. Ich kam mir vor wie der Gablinger Fußballverein, der sich aus Versehen ins Endspiel der Fußball WM verlaufen hatte. Die kleine eishop GbR und die Edeka Südwest mit knapp 40000 Mitarbeitern. Die Überraschung war dann um einiges größer, als mein Name aufgerufen wurde. Ich hab mich sehr darüber gefreut.
Leider hatte ich nicht mehr die Gelegenheit meine kleine Rede die ich vorbereitet hatte zu halten, doch ich möchte sie ihnen nicht vorenthalten. Ich glaube sie hätte ganz gut gepasst. Es waren sehr viele sehr wichtige Menschen und sehr viele die meinten sehr wichtig zu sein im Publikum.
„Als ich mit dem Auto von Bayern hier her fuhr, kam im Radio eine Sendung bei der es um die menschliche Intelligenz ging. Ich lernte, dass unser Gehirn aus 100 000 000 000 Neuronen besteht. Jeder dieser Neuronen kommuniziert mit 10 000 seiner Kollegen. Unser Kopf ist wohl das größte Netzwerk das die Natur jemals geschaffen hat. Und was meinen Sie, warum dieses Netzwerk so erfolgreich ist? Es ist kein einziger Egoist unter ihnen! Jeder hilft jedem, es ist ein super Team.
Ich bin überzeugt, dass ein kleines dezentrales Netzwerk die leistungsfähigste Organisationsform überhaupt darstellt. Vorausgesetzt, jeder von uns nimmt sich nicht ganz so wichtig, und stellt sich und seine Probleme nicht in den Mittelpunkt der Welt. Die eishop GbR arbeitet daran ein Netzwerk aus Kunden, Handwerkern und Bauern zu entwickeln. Und wir wissen, dass unser Ziel nicht der Mittelpunkt der Welt ist. Trotzdem sind wir auf einem guten Weg.“
Die Reaktion wäre interessant gewesen. Nach der Preisverleihung gab es noch ein leckeres Buffet und viele interessante Gesprächspartner. Wir feierten noch lange in die Nacht hinein.
Kategorie:: Allgemein am 18.11.07, 12:50

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