Landwirtschaft in der Ukraine: Der erste Tag in einer anderen Welt


von Andreas Kratzer

Sehr geehrte Leser, nun nehme ich Sie eine Woche mit in die Ukraine. Diese Fahrt organisierte die Praktikantenvereinigung Apollo e.V. . Sie vermittelt Kontakte zwischen osteuropäischen Studenten und deutschen Landwirten. Untersützt wurden sie von Dietrich Treis der mit zwei weiteren Partnern das Beratungsunternehmen O.L.T. Consult GmbH in Kiew betreibt.

Am ersten Tag stand eine Stadtbesichtigung von Kiew auf dem Programm. Ich möchte auf diesen Punkt nicht zu sehr eingehen, da Sie im Internet sehr viel darüber erfahren.
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Der rote Bus war unser Begleiter in den nächsten fünf Tagen. Wir hatten einen sehr netten Fahrer, der uns alle Sonderwünsche erfüllte. Hier finden Sie einen interessanten Link über die Stadt Kiew.

Da eine Reise erst interessant ist, wenn nette Leute dabei sind, möchte ich zwischendurch meine Reisebegleiter vorstellen.
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Christian. Steuerberater und Wirtschaftsprüfer
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Ernst: Er kommt aus Kiel und bewirtschaftet dort einen Milchviehbetrieb mit 150 Kühen.
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Das bin ich. Ich brauch mich nicht mehr groß vorstellen. Sie kennen mich.
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Dieses Ehepaar haben wir getroffen. Sie haben in Niedersachsen einen Betrieb. Dort betreiben sie eine Biogasanlage zusammen mit einem Partner. Nun haben sie in der Ukraine einen Betrieb gepachtet, den sie nun beginnen aufzubauen. Ich wünsch ihnen viel Glück.
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Ein Blick über die Stadt Kiew. Die Dnepr fließt durch Kiew.
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Diese Bild ist auch eher ungewöhnlich. Vitali Klitschko als Politiker. In Kiew sind gerade Wahlen und es stehen über 50 Bürgermeisterkandiaten zur Auswahl. Die Politik in der Ukraine kann man nicht mit der in Deutschland vergleichen. Offiziell wird es Demokratie genannt. Doch jeder Politiker ist in der Ukraine käuflich. Es wurde uns oft erzählt, dass jeder nur für seinen eigenen Vorteil arbeitet. Das ist wohl das größte Übel in diesem Land. Jeder Politiker, jeder Richter, jeder Staatsanwalt und jeder Polizist ist käuflich. Es herrscht eine Korruption die man sich überhaupt nicht vorstellen kann. 8.jpg
Unsere erste Betriebsbeschichtigung war ein Gemüsebaubetrieb in der Nähe von Kiew. Der Herr rechts auf dem Bild war der Eigentümer dieser Farm. Er bewirtschaftet etwa 2500 ha. Angebaut werden Kartoffel, Zwiebel, Karotten und Getreide. Um mal eine Vorstellung zu bekommen wie groß 2500 ha sind. Die gesamte Ackerfläche in Gablingen beträgt etwa 600 ha.
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Auf diesem Bild sieht man auch unseren Dolmetscher. Er hieß Roman und war ein sehr netter Mensch. Wer also einen Dolmetscher in der Ukraine braucht. Dem kann ich Roman sehr empfehlen.
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Auf dieser Ruine soll in 14 Tage eine Halle stehen. Im Hintergrund wird schon eine Mauer hochgezogen. Solch eine Baustelle kann man sich in Deutschland nicht vorstellen.
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Nach der Betriebsbesichtigung fuhren wir aufs Feld.
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Leider waren wir noch etwas zu früh dran. Auf dem Feld sah man noch nicht so viel, da Kartoffel erst gelegt wurden. Und Karotten und Zwiebel erst kurz aufgelaufen waren.
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Man kann es nicht sonderlich gut erkennen. Doch mitten auf dem Feld stand eine Art Bauwagen. Dort wohnte jemand, der das Feld bewachte. 14.jpg
Das ist Christian. Auch ein Reiseteilnehmer. Er ist Fotograf und betreibt die Seite www.landpixel.de Er ist spezialisiert auf Bilder rund um die Landwirtschaft. 15.jpg
Eine Dieseltankstelle, wie sie in Deutschland nicht vorstellbar wäre. In der Ukraine ist das normal.
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Der Chef zeigte uns noch seine Pläne für die Zukunft. Er hat vor einen Gemüseaufbereitungs- und verpackungsanlage zu bauen. Er will Kartoffel schälen und nach Kiew verkaufen.
Den Plan den er uns zeigte, machte nicht den Anschein. einem deutschen Bauamt gerecht zu werden. Doch in der Ukraine muss man nur die richtigen Leute kennen, dann geht alles. Und ohne diese geht nichts.

1 Kommentar zu “Landwirtschaft in der Ukraine: Der erste Tag in einer anderen Welt”

  1. Gute Artikel.
    Schöne Fotos.

    Wenn jemand Interesse an der Reise in der Ukraine hat, könnt ihr Euch bei mir melden.

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